Innere und äußere Sauberkeit der Produkte

Die Prüfung der Sauberkeit ist für die Qualität von zahlreichen Komponenten von Bedeutung, die in der Automobilbranche und in andren Bereichen zum Einsatz kommen. Die Prüfungen werden in einem Sauberraum (clean room) mit der Sauberkeitsklasse ISO 6 (nach ISO 14644) durchgeführt. Grundlegende Faktoren zur Bestimmung der Sauberkeit des Prüfobjekts sind:  Masse der nichtlöslichen Verunreinigungen, Masse der löslichen Verunreinigungen, Menge der nichtlöslichen Verunreinigungen mit einer bestimmten Größe und die Art der Verunreinigungen. Bei den nichtlöslichen Verunreinigungen ist ihre Einteilung unter Berücksichtigung ihrer Eigenschaften möglich: metallische, nichtmetallische Verunreinigungen, Fasern und die chemische Zusammensetzung.  Um diese Eigenschaften zu ermitteln, wird ein entsprechendes Verfahren zur Freisetzung der Verunreinigungen ausgewählt: Ausschütteln, Druckspülen, Ultraschall-Techniken, Waschen auf funktionellen Ständen, welche die Arbeitsparameter des Objekts abbilden. Die Auswahl des Verfahrens hängt von den Eigenschaften des Prüfobjekts, wie auch von den zu ermittelnden Eigenschaften ab: innere, äußere bzw. gesamte Sauberkeit.

Die erlangten Verunreinigungen werden folgenderweise analysiert:

 

  • nach dem Wägeverfahren – Masse der Verunreinigungen
  • nach dem mikroskopischen Verfahren – Menge und Größe der Verunreinigungen
  • nach dem Verfahren der Abtast-Elektronenmikroskopie – Zusammensetzung der Verunreinigungen
  • nach dem Verfahren der Infrarot-Spektroskopie – Zusammensetzung der Verunreinigungen

Einrichtungen

 

BOSMAL ist das einzige Labor in Polen, das für die Prüfung der Technischen Saubarkeit nach ISO 16232, VDA 19.1 und DIN 8964-1 akkreditiert ist.

 

Prüfnormen

  • ISO 16232
  • DIN 8964-1

 

Branchennormen und eigene Normen der Kunden

  • VDA 19.1, QV 11111, DBL 6515, DBL 6516, PV 3347, PV 3370, PV 3336, VW 01134, VW 01137, Volvo STD 107-0002, Scania STD 4189, GMW 16037, NW 22-10-202, SAE J1726, Continental TST N 002 02.22, Wabco JED 593, BWS 42001, Renault 34-07-012, Renault 34-07-025 und andere.

Beurteilung der sauberkeit durch die prüfung der oberflächenspannung

Eines der einfachsten Verfahren zur schnellen Bestimmung der Sauberkeit von Gegenständen ist die Prüfung der Oberflächenspannung mit Testtinten / Markern.
 
Die Verunreinigungen an der Oberfläche von Gegenständen, insbesondere aus Metalllegierungen, die im Verlauf des Herstellungsprozesses entstehen, verursachen eine mangelnde Adhäsion der Farben, Klebstoffe bzw. der galvanischen Beschichtung.
 
Saubere Oberflächen haben eine bestimmte Oberflächenspannung, die für jeweilige Werkstoffe spezifisch sind. Saubere Gegenstände weisen hohe Werte der Oberflächenspannung auf, im Gegenteil zu verunreinigten Gegenständen, wo die Spannungswerte niedrig sind.
Es wird angenommen, dass der richtige Wert der Oberflächenspannung für metallische Oberflächen bei mindestens 44 mN/m liegt, damit solche Verfahren, wie Kleben, Schweißen bzw. Beschichten effektiv sind. Der Wert der Oberflächenspannung für gereinigte Oberflächen schwankt je nach dem angewandten Reinigungsverfahren von 38 mN/m bis 70mN/m und mehr. Bei öligen Oberflächen variieren die Werte der Oberflächenspannung zwischen 25 und 35 mN/m.
 
Die Beurteilung der Sauberkeit der Oberfläche durch die Prüfung der Oberflächenspannung erfolgt, wenn die Testtinte mit dem entsprechenden zugeordneten Wert der Oberflächenspannung auf die zu prüfende Oberfläche aufgetragen wird. Bei der Beobachtung, wie sich die Prüftinte auf der Oberfläche verhält, kann der Mindestwert der Oberflächenspannung für den zu prüfenden Gegenstand ermittelt werden.
 
 
Dokument-Nr. Titel/Beschreibung
ISO 16232 Road vehicles - Cleanliness of components and systems
VDA 19.1 VDA Band 19 Teil 1, Prüfung der Technischen Sauberkeit - Partikelverunreinigung funktionsrelevanter Automobilteile
DIN 8964-1 Kreislaufteile für Kälteanlagen - Teil 1: Prüfungen