Wassergehalt

Kunststoffe können Wasser verschiedenerlei speichern. Von Bedeutung sind drei Arten der Feuchtigkeit: oberflächliche Feuchtigkeit, Kapillarfeuchtigkeit und molekulare Feuchtigkeit.  Die meisten Werkstoffe haben hygroskopische Eigenschaften  (ABS, PC, PA, PET) und das Wasser kann ihre Innenstruktur, sowohl ihr Granulat, als auch Platten bzw. Formstücke penetrieren.  Aus dem Gesichtspunkt der Kunststoffverarbeitungstechnik bildet die Feuchtigkeit die größte Gefahr dort, wo die Verarbeitung bei der erhöhten Temperatur stattfindet, also beinahe in allen Arten der Kunststofftechnik.  Im Labor für Werkstoffkunde wird das Wasser nach dem Wäge-Trocknungs-Verfahren auf der Grundlage der Verfahrensweise BOSMAL/I-7-49/05 bestimmt.

 Für diese Materialien kann das auch ihre Aufnahmefähigkeit (Feuchtigkeitsaufnahme) bedeuten. Über eine große Aufnahmefähigkeit spricht man bei Werkstoffen, die polare Gruppen enthalten, z.B. Zellstoff, Phenoplaste, Aminoplaste, Polyamide. Die Wasseraufnahme, die in Wasserprozenten ausgedrückt wird, heißt gewichtsbasierte Wasseraufnahme und wird als Verhältnis des durch die Probe aufgenommenen Wassers  zur Masse dieser Probe im trockenen Zustand definiert. Die Prüfung der Aufnahmefähigkeit (Feuchtigkeitsaufnahme) wird im Labor in den Klimakammern nach der Norm PN-EN ISO 62:2008 p. 6.3, 6.4, 6.6 durchgeführt.  Zu den Einrichtungen im Laborator gehören Trockner, ein  Vakuumtrockner und Analysewaagen.   

 

Prüfnormen

  • Anweisung: BOSMAL/I-7-49/05
  • PN-EN ISO 62:2008 p. 6.3, 6.4, 6.6

 

Normen der Kunden

  • FORD, Mercedes, KIA, Fiat und andere.
Dokument-Nr. Titel/Beschreibung
BOSMAL/I-7-49/05 Bestimmung des Gehalts an flüchtigen Stoffen (darunter Wasser) in Kunststoffen nach dem Wäge-Trocknungs-Verfahren
PN-EN ISO 62:2008 p. 6.3, 6.4, 6.6 Kunststoffe – Bestimmung der Wasserabsorption